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Es gibt sicherlich
eine Menge an beeindruckenden technischen Details darüber zu berichten,
aber so interessant wie die mystischen Bauten aus der Pharaonenzeit kann dieses
Bauwerk für mich gar nicht sein.
Fakt ist aber das dieser Staudamm das Land verändert hat. Mit vielen Vor-
und Nachteilen.
So hat Ägypten durch die Aufstauung des Nils eine beträchtliche Wasserreserve
gewonnen, welche die Bevölkerung auch bei langen Trockenperioden mit dem
kostbaren Naß versorgen kann. Andererseits haben sie auch immer die Gefahr
im Auge, daß Terroristen den Damm sprengen könnten und somit viele
Städte entlang des Nils überflutet. Darum wird auch der Damm stets
streng bewacht. Auch ist ein natürlicher Mechanismus des Nils - die alljährliche
Überschwemmung mit fruchtbarem Schlamm - durch diese technische Maßnahme
zunichte gemacht. Dieser Schlamm muß nun mühsam aus dem Staubecken
gebaggert werden.
Und nicht zuletzt
waren auch viele Tempel Unterägyptens nicht nur sprichwörtlich
dem Untergang geweiht.
Abu Simbel ganz im Süden des Landes wurde im Jahre 1965 in einer groß
angelegten Rettungsaktion aus dem Fels geschnitten (in handliche Blöcke
zu ca.12 Tonnen!), um 64 m höher vor den ansteigenden Wassermassen sicher
zu sein. Um dem Ganzen Stabilität zu geben, mußte eine Stahlbeton-Konstruktion
aufgebaut werden, welche die großen Ramses-Statuen am Eingang zum Tempel
stützt. Die Arbeiten an Abu-Simbel und dem "Verbergen" der Stahlkonstruktion
wurden erst 1968 abgeschlossen.
Andererorts erlaubte die ägyptische Regierung sogar einen kleinen Tempel außer Landes zu bringen, um Ihn auf diese Weise vor dem Versinken zu retten. Dies ist der Tempel von Dendur, welcher heute im "Metropolitan Museum Of Art" in New York zu bewundern ist. Vermutlich war diese ein Geschenk für die Rettung von Abu Simbel.